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"Seelisch gesund groß werden"
Prävention psychischer Störungen im Kindesalter
TU Braunschweig, Dienstag, 06. Oktober 2009
"Seelisch gesund groß werden"
Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter
Ein großes, leider bisher wenig beachtetes Thema wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Aus unzähligen Studien wissen wir, dass die weitaus meisten psychischen Störungen behandelbar, in vielen Fällen sogar heilbar sind. Eine Voraussetzung für eine erfolgversprechende Behandlung ist der Umstand, dass Therapeutin und Therapeut auf dem neusten Stand der Forschung sind.
Mehr und mehr Beachtung findet neben der Therapie von vorhandenen psychischen Störungen die Prävention, d.h. die Vermeidung der Entstehung von psychischen Auffälligkeiten. Erstaunlicherweise gelingt es vielen Menschen, die in Randbedingungen groß werden, die die Entstehung von psychischen Störungen begünstigen, solche Störungen nicht zu entwickeln. Umgekehrt werden auch Kinder psychisch auffällig, die in normaler Umgebung aufwachsen. Aufgabe der Prävention ist es, wissenschaftlich fundierte Programme zu nutzen und so umzusetzen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche erreicht werden, um das Entstehen von psychischen Auffälligkeiten zu verhindern und die Kinder und Jugendlichen zu stärken. Hierbei geht es primär um die Vermeidung von Leid bei den Kindern und ihren Familien. Andererseits werden auch diese Kinder für die Herausforderungen an die alternde Gesellschaft dringend benötigt. Neben dem Umstand, dass Prävention damit auch eine Investition in die Zukunft der ganzen Gesellschaft ist, sei auch hier daran erinnert, dass Prävention ein Bruchteil der Mittel erfordert, die später für eine Therapie nötig werden - und sie werden bestimmt nötig werden.
Die Klaus-Grawe-Stiftung fördert die Psychotherapieforschung zur Verbesserung der Behandlung von psychischen Störungen und ganz besonders zur Prävention solcher Probleme. Ihr zentrales Anliegen ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie freut sich, diese Tagung mit den bedeutendsten deutschsprachigen Wissenschaftlern zu unterstützen, und dankt den beteiligten Experten, Politikern und Frau Illner für ihre Bereitschaft, sich für diese Thematik zu engagieren.
Dank gebührt auch der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, der Ärztekammer Niedersachsen sowie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. für ihre Mitwirkung.
Ganz persönlich danke ich Professor Dr. Kurt Hahlweg für seine Initiative, seinen großen Einsatz, diese Tagung zu organisieren, und für die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit.
Dr. Mariann Grawe-Gerber
Präsidentin des Stiftungsrates
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Grußwort des
Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff
für das Programmheft der Fachtagung
"Seelisch gesund groß werden -
Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter"
des Instituts für Psychologie der TU Braunschweig am 6. Oktober 2009
Zur Fachtagung des Instituts für Psychologie der Technischen Universität Braunschweig zum Thema "Seelisch gesund groß werden - Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter" begrüße ich Sie im Namen der Niedersächsischen Landesregierung ganz herzlich in Braunschweig.
Die Förderung und Erhaltung ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit spielt eine wesentliche Rolle für die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, für ihre dauerhafte Leistungsfähigkeit und ihre Lebensqualität.
Angesichts steigender Anforderungen in Schule, Beruf und Gesellschaft werden vermehrt psychische Erkrankungen festgestellt. Empirische Studien der klinischen Psychologie und Psychiatrie belegen aber auch, dass psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen oftmals erst spät erkannt oder nicht ausreichend behandelt werden.
Deshalb ist Prävention sehr wichtig. Präventionsmaßnahmen sollten so früh ansetzen, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen möglichst gar nicht erst auftreten. Damit ließen sich psychische und psychosomatische Krankheiten sowie Benachteiligungen in Schule, Ausbildung und Beruf verhindern.
Die Fachtagung beschäftigt sich mit dieser Thematik und geht der Frage nach, inwieweit eine Prävention in diesem Bereich möglich ist. Außerdem sucht sie nach Möglichkeiten, möglichst viele Familien von präventiven Maßnahmen profitieren zu lassen.
Ich danke den Organisatoren für ihr Engagement bei diesem wichtigen Thema und wünsche der Fachtagung einen erfolgreichen Verlauf zum Wohle der betroffenen Kinder und Jugendlichen.
Hannover, im September 2009
Christian Wulff
Niedersächsischer Ministerpräsident
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